Am 23.04.2010 fand die Eröffnung der Landesgartenschau Rosenheim statt, fast genau acht Jahre nach der Erteilung des Zuschlags. In dieser Zeit schufen die Beteiligten weit mehr als eine blühende Parklandschaft an Inn und Mangfall. Auch die Stadtentwicklung und der Hochwasserschutz wurden maßgeblich vorangebracht. In der Vergangenheit gefährdeten die beiden Flüsse bei Hochwasser die nahe gelegene Altstadt, so dass die Stadtentwicklung sich immer weiter von den Flüssen entfernte. Es entstanden hässliche Brachflächen, viele Entwicklungsmöglichkeiten blieben ungenutzt.

Der Sieger des Realisierungswettbewerbs „Landesgartenschau Rosenheim 2010“, Landschaftsarchitekt Steffan Robel von a24_Landschaft in Berlin, berücksichtigte in seinem Entwurf den Wunsch zur Wiederbelebung der Altstadt, indem er bereits bestehende Ideen stimmig in sein Landesgartenschau-Konzept integrierte.

 

Promenadensteg - Aussichtsplattform über dem Inn; Copyright © Hanns Joosten

Heute gedeihen auf einem ehemals zubetonierten Firmengelände 500 m² Blühpflanzen und der freigelegte Mühlbach verbindet das Gelände mit den Anlagen der Landesgartenschau. An Inn und Mangfall wurde in enger Zusammenarbeit mit Wasserbauingenieuren Hochwasserschutz auf höchstem Niveau mit den Vorstellungen der Landschaftsarchitekten in Einklang gebracht. Der so entstandene Mangfallpark ist geprägt von acht gleich konzipierten Brücken, die die Uferseiten miteinander verbinden. Auf der 1,5 km langen Strecke vom Nordeingang nach Süden gestalteten Robel und sein Team Staudengärten und Auenwald, einen Spielfluss und eine Veranstaltungsfläche.

Bei der Planung setzten die Berliner Landschaftsarchitekten ORCA AVA ein, ein Komplettprogramm zur Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung und Kostenverfolgung der Rosenheimer ORCA Software GmbH.



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