AVA-Software auswählen – Architekten und Planer vergleichen Kriterien

So finden Architekten und Planer die richtige Lösung

AVA-Software auswählen

Die Wahl der AVA-Software prägt den Arbeitsalltag in jedem Planungsbüro – von der ersten Kostenschätzung bis zur Schlussrechnung. Wer die falsche Lösung wählt, kämpft mit umständlichen Abläufen, fehlerhaften Schnittstellen und unnötigem Schulungsaufwand. Wenn Sie eine AVA-Software auswählen, sollten Sie sich deshalb nicht von Marketing-Versprechen leiten lassen, sondern von prüfbaren Kriterien. Dieser Beitrag erklärt, was AVA bedeutet, und zeigt Architekten, Fachplanern und Ingenieurbüros, worauf es ankommt, wenn sie eine AVA-Software auswählen – damit die Entscheidung über Jahre trägt.

Was ist AVA?

AVA steht für Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung – die drei zentralen Phasen, in denen aus einer Planung ein abgerechnetes Bauwerk wird. AVA-Software unterstützt Architekten, Fachplaner und Ingenieurbüros dabei, diese Phasen durchgängig und nachvollziehbar abzuwickeln:

  • Ausschreibung: Erstellen von Leistungsverzeichnissen (LV), in denen alle Leistungen nach Gewerken, Mengen und Texten beschrieben werden.
  • Vergabe: Einholen und Vergleichen von Angeboten, Bieterauswahl und Auftragserteilung.
  • Abrechnung: Aufmaßprüfung, Rechnungsfreigabe und Kostenfeststellung bis zum Projektabschluss.

Gute AVA-Software deckt darüber hinaus das vorgelagerte Kostenmanagement ab – Kostenschätzung und Kostenberechnung nach DIN 276 sowie die laufende Kostenkontrolle über alle Leistungsphasen. Damit wird AVA zum Rückgrat des wirtschaftlichen Projekterfolgs.

Warum die Wahl der AVA-Software entscheidend ist

Ein Bauprojekt durchläuft viele Hände und Formate. Eine AVA-Software, die nicht sauber mit CAD-Systemen, Bietern und Auftraggebern kommuniziert, erzeugt Medienbrüche – und damit Fehler, Rückfragen und Mehrarbeit. Gerade kleinere und mittlere Büros profitieren von einer Lösung, die wenig Einarbeitung erfordert und trotzdem den vollen Leistungsumfang bietet. Die richtige Software spart über die Projektlaufzeit ein Vielfaches dessen ein, was die Lizenz kostet.

Die wichtigsten Kriterien, um eine AVA-Software auszuwählen

Statt sich an Marketing-Versprechen zu orientieren, sollten Büros ihre Entscheidung an konkreten, prüfbaren Kriterien festmachen.

1. Funktionsumfang über alle Leistungsphasen

Deckt die Software nur Ausschreibung und Vergabe ab, oder begleitet sie das Projekt von der Kostenschätzung (LPH 1) bis zur Kostenfeststellung (LPH 8) und Objektbetreuung (LPH 9)? Wer perspektivisch das vollständige Projektmanagement abbilden will, sollte auf durchgängigen Funktionsumfang oder einen klaren Upgrade-Pfad achten.

2. GAEB-Schnittstelle

Der GAEB-Datenaustausch ist im deutschen Bauwesen Standard. Eine zertifizierte GAEB-Schnittstelle stellt sicher, dass Leistungsverzeichnisse und Angebote verlustfrei mit Bietern und Planungspartnern ausgetauscht werden. Achten Sie darauf, dass alle gängigen Formate (GAEB 90, GAEB 2000 und vor allem GAEB DA XML) unterstützt werden.

3. BIM- und IFC-Fähigkeit

Mit dem zunehmenden Einsatz von BIM gewinnt die IFC-Schnittstelle an Bedeutung: Mengen und Bauteildaten lassen sich direkt aus dem CAD-Modell übernehmen, statt sie manuell zu erfassen. Wer modellbasiert arbeitet oder es plant, sollte die BIM-Anbindung gezielt prüfen.

4. Bedienbarkeit und Einarbeitungszeit

Eine leistungsfähige Software nützt wenig, wenn das Team Wochen zur Einarbeitung braucht. Intuitive, selbsterklärende Bedienung senkt die Schulungskosten und beschleunigt die produktive Nutzung. Eine kostenlose Testphase ist der beste Weg, das praktisch zu prüfen.

5. Kostenmanagement nach DIN 276

Kostensicherheit entsteht durch Transparenz. Prüfen Sie, ob die Software Kostenschätzung und -berechnung nach DIN 276 unterstützt, Soll-Ist-Vergleiche ermöglicht und Kostenstände nach Gewerken und Kostengruppen auswertet.

6. Lizenz- und Preismodell

AVA-Software wird als Kauflizenz (On-Premise), im Mietmodell oder als SaaS aus der Cloud angeboten. Achten Sie auf Editionsstufen, Mehrplatz-/Netzwerkbetrieb und mögliche Beschränkungen bei Anzahl oder Größe der Projekte. Belastbare Preise erhalten Sie meist nur über ein individuelles Angebot.

7. Support, Schulung und Verlässlichkeit des Anbieters

Wie schnell ist der Support erreichbar – per Hotline, Helpdesk oder Fernwartung? Und wie lange ist der Anbieter bereits am Markt? Gerade bei einer Software, die über Jahre im Einsatz bleibt, zählt die Zukunftssicherheit des Herstellers.

Konkrete Anbieter im Direktvergleich finden Sie im Beitrag AVA-Software im Vergleich: der Marktüberblick.

Kauf, Miete oder SaaS?
  • Kauflizenz (On-Premise): einmalige Anschaffung, Daten im eigenen Haus, planbare Kosten – dafür eigene Wartung.
  • Miete/SaaS: geringere Einstiegskosten, automatische Updates, ortsunabhängiges Arbeiten – dafür laufende Gebühren und Abhängigkeit von der Internetverbindung.

Welches Modell passt, hängt von Bürogröße, IT-Strategie und Arbeitsweise ab. Viele Anbieter haben inzwischen sowohl klassische als auch cloudbasierte Varianten im Programm.

Kurz-Checkliste, wenn Sie eine AVA-Software auswählen

  • Deckt die Software die benötigten Leistungsphasen ab?
  • Ist die GAEB-Schnittstelle zertifiziert und vollständig?
  • Wird BIM/IFC unterstützt – jetzt oder künftig?
  • Wie hoch ist der Einarbeitungsaufwand? (Testversion nutzen!)
  • Passt das Lizenz- und Preismodell zum Büro?
  • Wie gut sind Support und Erfahrung des Anbieters?

ORCA AVA im Überblick

ORCA AVA der ORCA Software GmbH richtet sich an Architekten, Ingenieurbüros, Wohnungsbaugesellschaften, Unternehmen und Behörden. Die Software begleitet alle HOAI-Leistungsphasen von der Kostenschätzung bis zur Abrechnung, bietet eine zertifizierte GAEB-Schnittstelle und eine integrierte IFC-Schnittstelle für BIM-Daten. Im Fokus stehen eine intuitive, selbsterklärende Bedienung und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis – getragen von über 35 Jahren Erfahrung am Markt. Projekte sind in Anzahl und Größe nicht begrenzt.

Am besten prüfen Sie den Funktionsumfang selbst: ORCA AVA lässt sich 6 Wochen kostenlos und unverbindlich testen – mit vollem Funktionsumfang. Mehr über die ORCA AVA-Testversion erfahren.

Häufige Fragen zur Auswahl einer AVA-Software – FAQ

AVA steht für Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung – die drei Phasen, in denen Bauleistungen ausgeschrieben, vergeben und abgerechnet werden. AVA-Software unterstützt diese Abläufe und das zugehörige Kostenmanagement.

Auf Funktionsumfang über alle Leistungsphasen, eine zertifizierte GAEB-Schnittstelle, BIM/IFC-Fähigkeit, einfache Bedienung, Kostenmanagement nach DIN 276 sowie Preismodell und Support.

Theoretisch lässt sich ein LV auch in Word oder Excel erstellen. In der Praxis sorgt spezialisierte AVA-Software für normgerechte Strukturen, fehlerfreien GAEB-Austausch und durchgängige Kostenkontrolle – und spart so erheblich Zeit.

Die Preise hängen von Edition, Lizenzmodell (Kauf, Miete, SaaS) und Anzahl der Arbeitsplätze ab. Belastbare Angaben erhalten Sie über ein individuelles Angebot des Herstellers.

CAD-Software dient dem Planen und Konstruieren des Gebäudes, AVA-Software der wirtschaftlichen Abwicklung – Kostenermittlung, Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung. Über die IFC-Schnittstelle lassen sich Mengen aus dem CAD-Modell in die AVA-Software übernehmen.

Für kleine Büros zählen vor allem eine intuitive Bedienung, ein fairer Einstiegspreis und ein passender Funktionsumfang. Lösungen mit gestuften Editionen erlauben den Start mit dem Nötigen und ein späteres Upgrade, wenn der Bedarf wächst.

Moderne AVA-Software bindet BIM über die IFC-Schnittstelle ein. So lassen sich Bauteildaten und Mengen direkt aus dem Modell übernehmen, statt sie manuell zu erfassen.

Ja. Viele Hersteller bieten kostenlose Testversionen an. ORCA AVA lässt sich beispielsweise 6 Wochen lang kostenlos und unverbindlich mit vollem Funktionsumfang testen.

Für Architektur- und Ingenieurbüros, Fachplaner, Wohnungsbaugesellschaften, Bauabteilungen und Behörden – also alle, die Bauleistungen ausschreiben, vergeben und abrechnen und dabei die Kosten im Blick behalten müssen.

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